Stellungnahme zum Vorwurf des Kindesmissbrauchs in unserem Haus für Kinder „Am Vogelberg“

Wie durch die oberfränkische Polizei und die Presse am vergangenen Montag bekannt gegeben, verhärtet sich nun der im vergangenen Herbst aufgekommene Verdacht auf sexuelle Übergriffe im Haus für Kinder „Am Vogelberg“ in Bischberg unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt und Land.

Der kommissarische Kreisvorsitzende Klaus Stieringer und der geschäftsführende Vorstand Werner Dippold zeigen sich entsetzt über diese Entwicklung: „Der erste Vorwurf einer Mutter im September hat uns alle sehr erschüttert. Deshalb haben wir sofort nach dem Hinweis die notwendigen rechtlichen Schritte in die Wege geleitet und den betroffenen Auszubildenden umgehend vom Dienst freigestellt. Als weitere Konsequenz wurde er fristlos gekündigt. Die sich nun gegen den ehemaligen Auszubildenden erhärtenden Vorwürfe sind schockierend, bestätigen uns jedoch in unserem strikten und schnellen Handeln.“

Das Verhalten der Einrichtungsleiterin sowie der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeugte von Anfang an von großem Feingefühl und sei in dieser für alle Beteiligten äußerst belastenden Situation stets professionell und vorbildlich gewesen.   

„Selbstverständlich werden wir auch weiterhin alles unternehmen, um zu einer lückenlosen Aufklärung des Falles beizutragen und die betroffenen Familien bestmöglich zu unterstützen“, so Stieringer und Dippold.

Bei aller Schwere des Falles sei es der Arbeiterwohlfahrt jedoch ein großes Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindereinrichtungen nun nicht unter Generalverdacht zu stellen, sondern sie in ihrer täglichen pädagogischen Arbeit zu stärken. Eine pauschale Verurteilung bringe uns in einer solchen Situation keinen Schritt weiter.